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Ortsgruppe Seeheim-Jugenheim

Fledermäuse

Fledermäuse werden durch den Mensch immer mehr in ihrem Lebensraum beschränkt, deshalb brauchen sie unsere Hilfe um genügend Rückzugsmöglichkeiten und Schlafplätze zufinden. Wir im BUND suchen nach Orten die ein ideales Zuhause für die kleinen Tierchen bieten und helfen wo wir können um den Artbestand in unserer Region zu sichen.

Fledermaus gefunden?

- was tun?

Wenn man eine Fledermaus tagsüber so an der Hauswand hängen sieht, oder auf den Boden vorfindet, dann hat die Fledermaus ein Problem. Dann sollte der Finder/in schnell handeln.
Was ist als Erstmaßnahme im Notfall zu tun, wenn Sie eine kranke, verletzte oder junge Fledermaus gefunden haben?
Fassen Sie eine Fledermaus immer nur mit Handschuhen oder einem weichen Tuch an.
Sie können dem Tier Wasser anbieten (mit Pipette oder Teelöffel seitlich an die Maulspalte halten) .
Sie sollten das Tier möglichst schnell in eine Notfallkiste setzen, zum Beispiel in eine Schachtel mit kleinen Luftlöchern.
Legen sie das Tuch mit der Fledermaus hinein.
Verschließen Sie die Schachtel sehr gut, z. B. mit Klebe- oder Gummiband.
Ruft eine der Fledermaus-Notrufnummern oder Wildtierstation an.

Was gibt es zu Wissen?

Seit über 50 Millionen Jahren gibt es Fledermäuse in Deutschland – die letzten 50 Jahre haben sie allerdings an den Rand der Ausrottung gebracht.  Weltweit gibt es 1100 Fledermausarten. Breitflügelfledermaus, Zwergfledermaus und Wasserfledermaus sind die häufigsten Vertreter der in Deutschland vorkommenden 26 heimischen Arten. Nahrungsmangel, zum Beispiel durch den Einsatz von Insektiziden oder durch den Verlust an landschaftlicher Vielfalt, Quartierverlust und -mangel sind die wichtigsten Ursachen für einen dramatischen Rückgang der Fledermauspopulationen in Deutschland.

Nach ihrem Winterschlaf, der bis zu sechs Monate andauern kann, gehen unsere Fledermäuse vom Frühjahr bis in den Herbst immer nachts auf die Jagd. Auf dem Speiseplan der heimischen Arten stehen ausschließlich InsektenNahezu lautlos flattert die Fledermaus durch die Dunkelheit und vertilgt Nachtfalter und Mücken. Bei der Jagd verlässt sich die Fledermaus, auch wenn sie verhältnismäßig gut sehen kann, auf ihren Gehörsinn. Mit ihrer berühmten Ultraschall-Echoortung erfasst sie ihre Beute und orientiert sich. Durch Mund oder Nase werden Ultraschallaute ausgestoßen und anhand der Echos Distanz, Richtung, Größe, Form und Struktur des Beuteinsekts analysiert. Leider lauert in der Beute auch eine Gefahr: Insekten sind vielfach durch Pflanzenschutzmittel oder andere Chemikalien belastet. Die mit der Nahrung aufgesammelten Gifte häufen sich im Fledermauskörper und schwächen die Tiere selbst oder den Nachwuchs. So stehen alle diese wendigen Flieger auf der Roten Liste, einige Arten sind vom Aussterben bedroht.

Quartierverlust und -mangel sind weitere Faktoren die unsere Fledermausarten in der Existenz gefährden. Winterquartiere in Höhlen, Stollen oder Kellern wurden verschlossen oder die Tiere dort immer wieder gestört. Sommerliche Tagesschlafplätze fehlen, unter anderem weil in den bewirtschafteten Forsten kein Altholzbestand geduldet wurde. In Dachstühlen verenden die in Kolonien lebenden Säugetiere, wenn zum Beispiel giftige Holzschutzmittel eingesetzt werden oder sie werden vertrieben, weil die Dächer hermetisch verschlossen werden. Auch der Straßenverkehr fordert Opfer unter den Fledermäusen: Mit ihrem sonst so perfekten Ortungssystem können sie sehr schnelle Objekte, wie Autos, anscheinend nicht richtig erfassen. Die Zahl der zufällig gefundenen ‚Unfallopfer‘ ist vermutlich nur ein winziger Bruchteil der tatsächlichen Zahl.

 

Alle heimischen Fledermäuse jagen und orientieren sich mit Hilfe der so genannten Ultraschall-Echoortung. Mit dem ‚BAT-Detektor‘, das sind Geräte, mit denen die nicht hörbaren Ultraschallaute in für das menschliche Ohr wahrnehmbare Geräusche gewandelt werden, lassen sich die Tiere beobachten. Aufgabe der heutigen Fledermausforschung ist es u. a., mit Hilfe der Bat-Detektoren festzustellen, wo die zurückgezogen lebenden Tiere ihre Quartiere haben, wo sie jagen und über welche Strecken (bis zu zwanzig Kilometer!) sie die Jagdgebiete erreichen. Nach dem Motto: “Wir können nur schützen, was wir auch kennen!” ist es dann möglich Quartiere und Einflugsmöglichkeiten zu sichern, vielfältige Strukturen unserer Landschaft, wie Hecken und Alleen, zu erhalten und auszubauen, sowie Hilfestellungen für Hausbesitzer bei Umbau und Renovierung zu geben. Das Anbringen von Fledermauskästen hilft als ein Ersatz für fehlende natürliche Quartiere in Wäldern, dort wo zum Beispiel Spechthöhlen in alten Bäumen fehlen.

 

Fledermäuse zeigen uns, wo unsere Umwelt noch intakt ist. Je bewusster der Mensch mit Natur und Umwelt umgeht, desto mehr sensible Fledermäuse wird es geben.

Weitere Informationen unter  www.fledermausschutz-suedhessen.de

 

Fledermaus Retterin

Sybille Waibel


Tel.: 01754068431

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Ayla Linda Kara


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