Der Blütenhang zwischen Seeheim und Malchen - ein historischer Rückblick

Der Blütenhang entlang der Bergstraße zwischen Seeheim und Malchen ist eine etwa 130 ha große Grünfläche, die im Lanschaftsschutzgebiet "Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald" liegt. Begünstigt durch seine Südwest-Ausrichtung herrscht hier ein mildes Klima. Historischen Aufzeichnungen ist zu entnehmen, dass hier schon vor dem 30-jährigen Krieg sehr intensiv Weinbau betrieben wurde. Nach den Napoleonischen Kriegen gewann die Tierhaltung zunehmend an Bedeutung. Der endgültige Rückgang des Weinanbaus fand kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges statt. Danach wurde auf dem Hang erwerbsmäßig Obstanbau betrieben, bis auch dieser Mitte der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts unrentabel wurde. Seit dem dienen die Parzellen primär der Freizeit- und Wochenenderholung.

Der ehemals charakteristische Anblick, der dem Blütenhang seinen Namen gab, schwindet aufgrund der Nutzungsänderung. Die ursprünglichen Streuobstwiesen mit Apfel-, Kirsch-, Pfirsich- und Zwetschgenblüten weichen Freizeitgärten mit pflegeleichten immergrünen Gewächsen, Brachen mit konkurrenzstarker gelbblühender Kanadischer Goldrute, Ackerflächen und Gebäuden.



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